Erlein/Klingenstraße

Nachfolgend bekommen Sie einen Überblick über das Projekt der Neugestaltung von Erlein und Klingenstraße.

Foto: KAISER + JURITZA + PARTNER Landschaftsarchitekten PartGmbB
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Die Straßen Erlein und Klingenstraße bilden die Haupterschließungsstraße des ca. 24 Hektar großen Wohngebietes östlich der Bahnlinie und südlich der Zückshuter Straße. Die Straßen dienten vormals als Zufahrt zum im östlichen Waldgebiet gelegenen Munitionslager und wurden dementsprechend breit ausgebaut. Im Zuge des Bahnausbaus wurde der Straßenzug zuletzt als Baustraße genutzt. Der schlechte bauliche Zustand und die erheblichen Schäden machen eine Sanierung erforderlich.

Im Jahr 2016 / 2017 wurde für das gesamte vom Bahnausbau betroffene Gebiet eine Machbarkeitsstudie durchgeführt, hierbei wurden auch die beiden Straßenzüge Erlein und Klingenstraße behandelt und ein erster Vorschlag für die Umgestaltung entwickelt. Im Rahmen der weiteren Planungen und Bürgerbeteiligungen wurde das Vorhaben konkretisiert.

Erlein und Klingenstraße sollen neu zoniert werden. Im Abschnitt zwischen der Zückshuter Straße und „Am Klingen“ wird die Fahrbahn auf 6,00 m verschmälert. Ab der Kreuzung „Am Klingen“, aufgrund der geringeren Straßenraumbreite, auf 5,50 m. Auf der Westseite der Straße wird der Gehweg durchgehend geführt. Die Breite des Gehweges richtet sich nach den durch den Bestand gegeben Möglichkeiten und beträgt zwischen 1,50 m und 3,00 m. Im nördlichen Teil der Straßenzüge bleibt der Gehweg auf der Ostseite bis zur Schützenstraße bestehen. Danach verläuft der Gehweg nur noch einseitig im Westen der Straße. Dafür wird auf der Ostseite der Straße, wo möglich und nötig, ein Randstreifen von ca. 0,4 -1 m Breite angelegt, der einen Abstand zu den angrenzenden Grundstücken schafft. Dieser verbreitert sich im Bereich der Kreuzung „Am Klingen“ auf und ermöglicht eine bessere Übersicht für kreuzende Fußgänger, die aus der Straße „Am Klingen“ kommen und Richtung Bahnhof unterwegs sind. Die gegenüberliegende Stichstraße zum Bahnhof wird als Wohnweg ausgebildet und ist dann auf der gesamten Breite für Fußgänger nutzbar. In diesem Bereich entsteht mit einer Sitzgelegenheit ein Aufenthaltsort im Straßenraum. Weitere Aufenthaltsorte entstehen an der Einmündung zum Mühlschutzweg, mit Grünfläche im Hintergrund und einer Sitzgelegenheit, sowie im Einmündungsbereich an der Zückshuter Straße. Parkplätze werden zwischen Schützenstraße und Mühlschutzweg als Längsparker auf der Ostseite, sowie im Bereich der Kreuzung „Am Klingen“ als Querparker auf der Westseite der Straße angelegt. Die Parkplätze sind mit Bäumen überstanden. Zwei weitere Baumpflanzungen gibt es an zwei Standorten weiter nördlich, sowie am Einmündungsbereich der Zückshuter Straße. Die weiteren Freiflächen werden, da Baumpflanzungen aufgrund von Platzangebot und Leitungsverlauf nicht möglich sind, mit Rasen und Sträuchern begrünt.

Die Gehwege und der Anwohnerweg werden in Betonpflaster hergestellt. Für Borde und Rinnen wird Granit verwendet. Die Fahrbahn wird asphaltiert. Die Flächen der Randstreifen sind mit Rasenfugenpflaster und im Bereich von Einfahrten und Aufenthaltsflächen mit normalem Betonpflaster vorgesehen. Die Stellplätze entlang der Straße werden ebenfalls mit Rasenfugenpflaster ausgeführt.

Im Zuge der Umgestaltung der Straßenzüge wird auch die Barrierefreiheit verbessert. Hier geht es vor allem um den Weg zum Bahnhof und die Anbindung des Seniorenzentrums in der Schützenstraße, für Rollstuhlfahrer, Menschen mit Kinderwägen oder Gehhilfen, Blinde- und Sehbehinderte. Das Konzept sieht eine Leitung von Blinden und Sehbehinderten auf dem durchgehenden Gehweg auf der Westseite der Straße vor. An wichtigen Kreuzungen werden die Anbindungen mit Bodenindikatoren markiert. Insgesamt wird das Leitsystem einfach und klar gehalten, um die Nutzer unkompliziert zum Bahnhof und zurück zu leiten. Schwellenlose Übergänge für Rollstuhlfahrer, Rollatorennutzer und Eltern mit Kinderwägen werden hergestellt.

Für die spätere Glasfaseranbindung der Gebäude wird ein Leerrohrsystem mitverlegt.

Im Zuge der Straßenbaumaßnahme werden mehrere Reparaturen und Erneuerungen am Kanalsystem durchgeführt.

In einem ersten Bauabschnitt wurden bereits im Jahr 2019 die alten Wasserleitungen erneuert. Der geplante Baubeginn für den Straßenbau ist im April 2020. In Abhängigkeit von der Witterung wird von einer Bauzeit von ca. 18 Monaten ausgegangen.